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Patrick Melrose ist wohl eine der am meisten Besprochenen Mehrteiler 2018 und auch ich habe nach einem Monat immer noch mal das Bedürfnis verspürt, noch mal in die einzelnen Folgen reinzuschauen. Es gibt genügend gründe, in meinem fall 10 noch einmal die semibiographische Lebensgeschichte von  Edward St Aubyn zu verfolgen. Aber gleichzeitig wurde mir bewusst: Benedict Cumberbatch und ich gehen wohl Filmisch getrennte Wege, doch dazu später.
Also, warum sollte man Patrick Melrose unbedingt sehen.
1. Benedict Cumberbatchs Darstellung
  Zweifelsohne zählt Benedict Cuemberbatch zu den besten Schauspielern seiner Generation, egal ob als Hamlet, Frankenstein, Schöörlock oder Christopher Tietjens. Aber Patrick Melrose war sein Meisterstück. Er hat ihn zu 100 % getroffen und war so überzeugend, dass ich mich regelmäßig dran erinnern musste, dass es ein Schauspieler ist. Ich habe mit Patrick mitgelitten, gelacht und wollte ihn schlagen. Mein aufrichtiger Respekt.

2.  Großartige Geschichte, Dialoge und der Humor

 Es gibt glaube ich nichts besseres, als eine schlüssige, gutgeschriebene Geschichte, an dem man am Ende lacht, nachdenkt, weint und fühlt. Das ist absolut getroffen worden. Patrick Melrose war ein Druckkessel an Show, dynamisch, roh und rauh, lustig und traurig zugleich.

 

3. Die Geschichte war real und anrührend. Ich lasse lieber Bilder sprechen:

 

4. Patrick Melrose hält einige böse Lebensweisheiten bereit…

Und die Tatsache, dass in dem Moment wo das Leben dir ordentlich vor dein Schienbein tritt, du jedes mal ganz alleine dastehst und damit fertig werden musst.

 

5. … und Hoffung

   Aber mit den richtigen Menschen, wird es dann doch leichter. Patrick Melrose ist eine Geschichte von der Suche nach dem, was wir uns alle Wünschen: Liebe, Akzeptanz, Unterstützung, Frieden. Er kämpft mit seinen ganz eigenen Dämonen, manchmal klappt es und manchmal eben auch nicht.

 

6. Ein Blick hinter die perfekte Glitzerfassade der gehobenen Gesellschaft.

Und alleine das kann einem ein echter Augenöffner sein.

7.  Ein neuer Standart an Qualität und was in Serien möglich ist.

Diese Serie wird definitiv ein neuer Gradmesser sein, was künftig in Serien möglich ist. Es gibt hier schlichtweg keine Zufälle. Es ist zur Perfektion poliert: visuell, sinnlich und die Musik.

 

8.  Die Cast

Jennifer Jason Leigh und Hugo Weaving  dürften wohl das schlimmste Elternpaar der Fimgeschichte gewesen sein.
Pip Torrens, Sebastian Maltz, Holliday Grainger etc., Applaus! Euophorie Euphorie!

9.  Regie und Kameraführung (samt der ganzen Crew)

10. Eindeutig einer der besten Filme der letzten Jahre.

Zeitnehmen, ansehen. Das war kein Rat.

Aner nun zu dem etwas reißerischen Zusatz. Hiernach weiß ich nicht ob ich noch mal irgendwas sehen will, kann, was Benedict Cumberbatch spielt. Ja, Avengers 4 okay. Aber insgesamt?
Es gibt zwei Rollen, in denen er mich Niedergeschossen hat: Christopher Tietjens und nun Patrick Melrose. Diese Rollen kann er mir, egal was kommt, nicht kaputt machen. Aber… ich bin es auch leid. Ich will ihn nicht mehr in Freakrollen sehen, keinen hochfunktionalen Dedektiv, kein Soziopath, kein Egomonster. Das Metier beherrscht er, zweifelsohne und es hat ihm Erfolg gebracht, aber alles ist eine Variante von Sherlock. und nein, sein Richard III war für mich eine absolute Katastrophe, das kann Larry nach wie vor Klassen besser.
Also, in diesem Sinne, glaube ich lasse ich meinen Pantheon genau so stehen, und was immer er hiernach spielen wird, kann mir egal sein.
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