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Was soll ich sagen: Ich liebe diesen Film! Getreu wie Julie in diese Film sagt: Das man an einem Tag an dem nichts funktioniert hat, nach Hause kommen kann und die Gewissheit hat: dass ein Gemisch aus Schokolade, Zucker, Eigelb und Milch, dass das eindickt

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Ich hatte auch das Buch gelesen und war fürchterlich enttäuscht. Julie ist eine verzickte, weinerliche End-Zwanzigerin, gefrustet von ihrem gescheiterten (Wunsch-) Leben und auf der suche nach einer Aufgabe. Daraufhin entscheidet sie sich das Buch „Mastering the Art of french cooking“ innerhalb eines Jahres zu kochen.

Und Nora Ephron Hallo? Harry & Sally? Mail an dich? Paris, New York, Essen, Meryl Streep, was kann da noch falsch laufen?

Wie immer, hat eine solche Verfilmung die Herausforderung: wie bringe ich eine Story gut rüber, die auf dem Papier reichlich lahm erscheint. Was macht Julie außer Jammern und dann essen (ehrlich gesagt, frage ich mich überhaupt ob das Essen, was sie versuchte zu kochen essbar war). Darüber hinaus fehlte mir die Freude am Kochen, am ausprobieren – und zugegeben – ich hab das ein oder andere Ausprobiert, die Rezepte sind tatsächlich idiotensicher, alles was man braucht ist ein wenig Gespür für Würzen und Verständnis für Produkte. Und Zeit, sehr viel Zeit.

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Anders der Film: Gib mir Bonbons, gib mir Plüsch. Nach diesem Film hatte ich Hunger auf Schmortopf, gefüllte Blätterteigpasteten und Mousse. Es beginnt ende der 1940er Jahre als Julia Child mit ihrem Mann Paul nach Paris zog und nach einer neuen Aufgabe suchte. Nach einigen gescheiterten Versuchen im Bridge, Hutmacherei und ähnlichem entscheidet sie sich für einen Kochkurs in der Schule Le Cordon Bleu, wo sie 1951 abschloss. Der Kurs ist ein Profikurs, der seinerzeit für GIs angeboten wurde, damit diese nach Ablauf ihrer Dienstzeit einen Beruf ausüben konnten.

Queens hingegen ist weniger glamorös. Long Island City besteht aus einem 83 m² Appartment über einem Pizzaservice, der eher überfüllten u-Bahn und dem Kastenbüro von Julie. Deren Geschichte reduziert sich auf die paar Schritte Küche in der Julie Hummerattacken überlebt, bergeweise Butter schmelzen lässt und mit Aspik die Spüle ruiniert.

Das Essen ist nicht so elegant gediegen, wie auf den Pariser Dinnerpartys, aber irgendwie mochte ich es. Die meisten Menschen kochen nunmal zuhause und die Teller sidn nicht immer passend. Und ich kriege Fangirlanfälle wenn Eric Messina, der Julies Ehemann spielt, den Schokoladenkuchen löffelweise futtert und ganze Bruschettascheiben mit Genuss verputzt. Einfach weil das Essen richtig gut ist.Auch mag ich, dass die Fim-Julie nicht so harsch und zickig ist wie die Bloggerin. Sie ist weicher, liebevoller, auch wenn sie dne ein oder anderen Weinkrampf erleidet, steht sie auf und macht weiter.

Insgesamt ist es einfach einer meiner absoluten Feel-Good-Filme, den man Sonntags schaut. EIngekuschelt mit einer Packung Kekse.

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Bon Appetit
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