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Bei amerikanischem Country fällt mir eigentlich nur Johnny Cash ein. Was so viel heißt wie:  Im Grunde habe ich keine Ahnung von der Musikrichtung – man möge es mir verzeihen.

Als dann „I saw the light“ rauskam, hat es mich auch erst mal nicht interessiert, aber dann habe ich mir gesagt: „Komm – nachdem du bei Hiddleston schon ewig gebraucht hast den Loki  an zu schauen, gib dir’n Ruck“. Und dann nachdem ich erst mal das allwissende Google Orakel befragte:  „Wer ist Hank Williams… Countrysänger… öhm… Das wird sicher >interessant<.“

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Der Film erzählt  die 9 Jahre  von Hank Williams, in denen er zu einem der einflussreichsten Komponisten und beliebtesten Musiker der USA wurde. Der Film folgt seiner steilen Karriere und den tragischen Folgen: Während sich der Erfolg als Sänger einstellt, leidet Hanks Privatleben unter seiner Alkohol- und Drogensucht. Seine Gesundheit verschlechtert sich und er stirbt mit 29 Jahren.

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Der Fokus liegt ganz auf Williams und Tom Hiddleston gelingt es den Sänger/Komponisten überzeugend darzustellen und den Südstaatenakzent zu treffen.
Umgehauen hat mich die Tatsache, dass er alle Lieder selbst eingesungen hat – okay wenn es um das Halten der hohen Töne geht, merkt man es schon ab und an aber ansonsten, konnte ich mich nicht beschweren, es wirkt auch wiederum etwas authentischer. Auch die Darstellung von Elizabeth Olsen als Audrey Williams war sehenswert. Audrey ist ebenfalls Sängerin, mit weniger Talent als ihr Mann, dafür aber mit dem nötigen Geschäftssinn. Die übrigen Figuren bleiben leider etwas blass.

Casey Bond

Es gibt einige Längen in diesem Film, doch im Ganzen überzeugt die Qualität der Darstellung. Ich musste mir beim anschauen ab und zu auch bewusst machen, dass dieser Film für den amerikanischen Filmmarkt und für Fans des Sängers/Genres gemacht wurde, die sicherlich viele der Andeutungen besser zuordnen können. Vielleicht hätte ich erst einmal eine Dokumentation sehen sollen.

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Was Austattung, Kleidung, Fahrzeuge und Set betrifft gibt es wirklich nichts zu meckern – manchmal schon fast auch zu hochglanzmäßig, aber bei den glänzenden Retroautos werd eich mich sicher nicht beschweren. Hört man einmal in die Originalfassung hinein, frappiert der Südstaatenakzent von Tom Hiddleston – er trifft diese langgezogene Aussprache Williams‘ sehr genau.

Im übrigen hat er für einen Ohrwurm gesorgt, den ich zwei Wochen nicht losgeworden bin:

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