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Nach der etwas schwächelnden Staffel 5, nun die aktuellste Staffel – wobei Nr. 7 ja hoffentlich bald kommt. Puh, die Version war wohl diejenige, die mir am meisten Kopfzerbrechen bereitet hat, was ich von ihr halten soll. Drei Anläufe hat es gebraucht, bis ich zugeschaut habe.

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In American Horror Story Roanoke geht es um ein Ehepaar, Shelby und Matt, die ein neues Leben in einem abgelegenen Haus beginnen wollen. Doch schon direkt nach ihrem Einzug geschehen eigenartige, unerklärliche Dinge in diesem Haus. Das Ehepaar wird terrorisiert von eigentümlichen Gestalten und wilden Menschen. Schnell stellt sich heraus, dass die mysteriösen Ereignisse und Gestalten im Zusammenhang mit der vor vielen Jahrhunderten spurlos verschwundenen Kolonie Roanoke stehen.

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Erst einmal ein Wow an die Darstellungsform: nämlich die einer Dokumentation namens „My Roanoke Nightmare“ und deren Fortsetzung „Return to Roanoke – Three Days in Hell“, die in Form von Interview- und Renactmentszenen dargestellt wird, d.h. andere Schauspieler stellen wiederum Shelby und Matt dar. Beziehungsweise in der Fortsetzungsdokumentation geht es um das Prinzip des Found Footage – Kameras Filmen, ebenso wie die Darsteller, die permanent ein Handy dabei haben.
Zudem ist Roanoke – wie bisher alle Staffeln von American Horror Story – komplett unabhängig von den vorherigen Staffeln.

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Die neue Darstellungsform, die in dieser Staffel erstmalig genutzt wird, ist wirklich etwas Besonderes. Sie verleiht der Staffel eine Exklusivität und macht die Geschichte gut nachvollziehbar. Einziges Manko hierbei: Dass die Darsteller nachträglich in einem Interview ihre Geschichte erzählen, verrät bereits den groben Ausgang der Geschichte. Insgesamt finde ich die Darstellungsform wirklich ziemlich originell und interessant, allerdings sieht das nicht unbedingt jeder so.

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Geschichtlich handelt es sich um eine klassische Horror-Geschichte, wobei wieder mehr auf klassische Horror-Elemente gesetzt wird als in den letzten Staffeln. Das gefällt mir wirklich gut! An einigen Stellen verkommt die Darstellung jedoch leicht in eine Art Splatter, in denen es nur noch um Folter, Blut und Gewalt geht. Sehr gut empfinde ich, dass – gerade im Vergleich zu früheren Staffeln – eine kohärente Geschichte erzählt wird.

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In früheren Staffeln wurden häufig mehrere Handlungsstränge geöffnet, und nicht alle wurden zufriedenstellend aufgelöst. Das ist hier anders. Die Geschichte hat einen klaren Anfang und ein klares Ende, und Nebenhandlungen gibt es quasi nicht/kaum.
Trotz der vielen positiven Aspekte dieser Staffel, hat mich Roanoke nicht total gefesselt.

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Roanoke ist eine sehenswerte sechste Staffel von American Horror Story, die insbesondere durch ihre originelle Darstellungsform hervorsticht.

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