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Manchmal kann ich nur per Zufall einen Film finden. So kam es zu dem Vorschlag „Der Liebhaber“ zu schauen. Und der Umstand: Mitte der 1920er Jahre in Französisch – Indochina hat mich dann doch zu sehr gereizt, als das ich hätte widerstehen können.

Die namenlose Erzählerin, eine alternde Schriftstellerin, resümiert über ihre Affäre als fünfzehnjährige mit einem wesentlich älteren Mann. Ihre Familie toleriert diese nur wegen der Drogensucht des ältesten Sohnes, während die Protagonistin sich gegen die Gefühle, die ihr Liebhaber ihr entgegenbringt, sträubt.

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Und schon bei den ersten Szenen war ich hin und weg: Diese sanften Farben, die Nahaufnahmen, das Licht, die Musik, die Kostüme… die Liste kann nun endlos weiter gehen.  Es ist ein sehr detailverliebtes Drama. thelover03

Typisch frü die 90er: die vielen Statischen aufnahmen,w as mich aber nicht im geringsten stört. Im Gegenteil: im Zeitalter von hyperschnellen Schnitten und hochauflösenden Bildern, tut es sogar richtig gut, nicht jede Hautunreinheit und dicke Schminkschicht zu sehen. thelover05

Die Liebesgeschichte, insofern man sie als solche Bezeichnen kann, ist von einer wunderschönen Melancholie und wirkte in keinem Moment unrealistisch. Der 30-Jährige Chinese, der sich eine 15-Jährige verliebt und mit ihre eine Affäre/Liebesbeziehung beginnt. Wobei die Protagonistin sich in der Rolle der „bezahlten Geliebten“ sehen will und nicht in der „Geliebten“thelover06

Das weitere Thema: die desolaten Familienverhältnisse. Zwar unternimmt die Mutter zunächst den Versuch die Beziehung zu unterbinden, duldet sie dann aber aufgrund der hohen Spielschulden des ältesten Sohnes, der Opiumsüchtig ist. Daher wird die Beziehung stillschweigend hingenommen.

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Am Ende aber endet alles in der Trennung und der Abreise der Protagonistin nach Frankreich.

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