Schlagwörter

, ,

Ich mag Kate Winslet, hab ich das schon mal irgendwo erwähnt? Könnte sein. Und kaum kommt die Verbindung Kate Winslet und Kostümfilm: Ich bin dabei!

mildredpierce01

So auch bei dem Mehrteiler Mildred Pierce. Ein bisschen fühlte ich mich an Zeiten des Aufruhrs erinnert, wenn auch 1931: der Vorort Glendale in Kalifornien, die akkurate Lockenfrisur, die Kleider, die Aggressivität der Eheleute über Kuchen und Rasenmäher und der amerikanische Eigenheimtraum.

mildredpierce04

Als ihr Ehemann sie verlässt steht Mildred ohne Ausbildung, ohne Geld und ohne Perspektive da. Mitten in der großen Depression und zwei Töchter die versorgt werden müssen. Und in dieser Aufgabe beginnt sich Mildred zu emanzipieren, stolpernd und mit einer ganze Menge als Selbstüberwindung.

mildredpierce05

Mildreds Finanzen verbessern sich und sie beginnt mit einem eigenen Restaurant. Als der Laden immer mehr erfolg hat, beginnt ihr Aufstieg. Der Inbegriff der amerikanischen Selfmadewoman. Zugleich wird das Verhältnis zu ihrer Tochter Veda immer schlimmer.Sie schämt sich für ihre Aufsteigermutter und will selbst, schon sehr früh zur besseren Gesellschaft gehören.Und je älter sie wurde umso schlimmer war es – von Mamas Geld leben und gleichzeitig auf ihr herumtrampeln. Mildred ist trotz allem eine Aufsteigerin, keine Society-Lady und das verzeiht Veda ihr nicht. Nachdem Vedas Traum von der Karriere als Pianistin geplatzt ist, versucht sie einen reichen Erben zu einer Heirat zu zwingen. Was beide Mütte zu verhindern wissen. Veda reist aus.

mildredpierce10

Nach monatelanger Funkstille sehen die Frauen sich wieder. Veda inzwischen eine erfolgreiche Opernsängerin, aber immer noch zurückgewiesen von dem besten Operndiregenten seiner Zeit: Carlo Treviso. Und dieser Mann ist es, der Mildred als Einziger die Wahrheit sagt: Ihre Tochter ist eine Schlange.

mildredpierce14mildredpierce13

Ich glaube ich habe selten soviel Hass zwischen Mutter und Tochter gesehen. Kate Winslet als selbstaufopfernde Mutter, die ihrer Tochter alles ermöglichen will. Und Rachel Evan Wood als kalte, berechnende Veda. Wobei beide sich in Punkto Grausamkeit nicht vie nachstehen.

mildredpierce15

Der Gipfel zu allem, war dann Vedas Affäre mit Mildreds Geliebtem Monty, einem Playboy, der lediglich ihr Geld durchgebracht hat. MIldreds Amoklauf und Mordversuch an ihrer Tochter war alles andere als nicht nachvollziehbar. Und ich halte es da mit Bert, Mildreds geschiedenem Ehemann, der am Schluss über Veda sagt : „To hell with her!“

mildredpierce16

Werbeanzeigen