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In den 2000ern hatte ich meine Anime- und Mangavorliebe, und ein bisschen was hat sich davon auch in die 2010er gerettet. Leider sind Animes hier sehr schnell entweder humoristische Dauerserien geworden oder die wirklich interessanten Themen wurden zu unsäglichen Sendezeiten gezeigt.

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Dennoch kriegt man doch ab und an gute Anime-Filme zu sehen. Perfect Blue ist so ein Film.

Mima Kirigoe singt in der Girlgroup CHAM. Das Trio ist zwar beliebt beim Publikum, aber für den großen Durchbruch reicht es nicht. Aus diesem Grund verlässt Mima die Band und beginnt eine neue Karriere als Schauspielerin reicht.Ihr Agent Tadokoro verschafft ihr eine Nebenrolle in dem Mehrteiler Double Bind und überzeugt den Produzenten davon, die Rolle auszubauen. Scheinbar nimmt ihre neue Karriere und die Wandlung vom „niedlichen Popsternchen“ zur „ernsthaften Schauspielerin“ mehr und mehr an Form an, gleichzeitig beginnen seltsame Briefe und Mitteilungen ihr Leben immer mehr aus den Fugen zu bringen.

perfectblue04Der Ausbau der Rolle mündet in einer Vergewaltigungsszene, ihre ehemalige Band CHAM schafft den langersehnten Durchbruch und Mima entdeckt im Internet eine auf ihren Namen laufende Homepage, auf der all ihre intimsten Gedanken von einem Unbekannten  in “ Mimas Tagebuch“ detailliert geschildert werden. Gleichzeitig hat Mima immer mehr Schwierigkeiten zwischen dem „Image“, der „Rolle“ und der „Internet-Mima“ und sich selbst zu trennen. Gleichzeitig ist es aber auch immer die Frage „Wollte sie irhen Erfolg so?“. Die Vergewaltigungsszenen, die Aktfotografien, der Aufschwung von CHAM, die Drohbriefe sowie der Unbekannte, der jeden ihrer Schritte beobachtet, zerren an ihren Nerven.

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Immer mehr entzieht sie sich der Realität und die Grenze zwischen Realität und Fiktion verschwimmt vor ihren Augen. In ihrem zunehmenden Verfolgungswahn und unter der manipulativen Wirkung des falschen Tagebuchs hält sie sich schließlich selbst für die Mörderin.

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Sie entpuppt sich als Opfer. Ein Fanatiker namens Me-Maniac, lauert ihr auf und versucht sie zu vergewaltigen. Mima schafft es, ihn bewusstlos zu schlagen, und wendet sich hilfesuchend an ihre Betreuerin Rumi, nur um herauszufinden, dass Rumi, früher selbst ein Idol, die geheimnisvolle Tagebuchschreiberin ist und sich selbst für eine ewig junge Mima hält.

Sie erklärt Mima, dass sie Me-Maniac dazu angestiftet hat, sie umzubringen, und versucht nun, Mima zu töten, doch Mima gelingt die Flucht. Bei der darauffolgenden Jagd durch die Stadt kann Mima trotz ihrer Verletzungen auch Rumi bewegungsunfähig machen.

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Die Geschichte ist ein wunderbarer Thriller, der sich mit der Identität und den Grenzen zwischen Fiktion, Wunschdenken und Realität auseinandersetzt.

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