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Seit Jahren beobachte ich mit Begeisterung wie die deutsche Filmszene wächst und zu einer eigenen Sprache findet.  So etwa auch „Im Winter ein Jahr“, nach dem Roman „Aftermath“

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Innenarchitektin Eliane bestellt bei dem Maler Max Hollander ein Bild ihrer beiden Kinder: Lilli und Alexander. Alexander hat vor knapp einem Jahr ohne erkennbaren Grund Selbstmord begangen.imwintereinjahr05

Eliane die mit aller Gewalt an dem Bild der heilen Familie festhält und das Haus in ein Mausoleum für ihren Sohn verwandelt.

Der erfolgreiche Ehemann, der endlich einen Neuanfang möchte

Und die hypersensible Lilly, die ihren Bruder vermisst und immer noch nach dem Warum sucht.

Max Hollander, der zurückgezogene, etwas grantige Maler, der Stück für Stück die Schichten der Familie aufdeckt, indem er Lilly fotografiert, zeichnet und mit ihr spricht, die Fotos betrachtet und einfach da ist.

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Alex hingegen erscheint nur in Erinnerungen. Der hübsche, disziplinierte Sohn, der Stolz der Mutter und offenbar wichtigste Person für Lilly und auch umgekehrt. Dennoch bleibt er vage: er ist das, was alle von ihm erwartet haben. Und umso unverständlicher ist sein Selbstmord

imwintereinjahr08

Ungeachtet dessen sind die Bilder die Stars dieses Filmes. Sie sind emotional, persönlich. Max Hollander fängt als Beobachter einen Blick auf die Menschen ein. Viele seiner Bilder sind von Toten und wirken so wie ein Denkmahl ihrer Persönlichkeit.

imwintereinjahr11

Zugleich hat das Bild eine heilende Wirkung für Lilly um die Tod ihres Bruders zu akzeptieren. Und das es manchmal keinen klaren Grund geben kann und man weiterleben muss und soll. Auch dass es manchmal eine Erlösung ist, dass jemand nicht mehr da ist.

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Für die Mutter ist es ungleich schwieriger etwas Neues zu akzeptieren und auch loszulassen. Genauso wie sich damit konfrontiert zu sehen, dass sie sich wieder auf das Leben konzentrieren muss.

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