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„Elementary Watson, Elemtary!“

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Ja, mich hat es erwischt, das Sherlock Holmes- Fieber. Und das eher ungewöhnlich nicht wirklich durch die Neuauflage Sherlock, sondern durch „Die Abenteuer des Sherlock Holmes“. Eigentlich völlig an meiner Zeit vorbei, aber in diesem Fall ist das Internet ein Segen. Also habe ich angefangen zu schauen und aus „Ich schau mal eine Folge“ wurde „Nur noch eine, aber dann höre ich auf!  Wirklich!“

Was soll man sagen:  Es lag an Jeremy Brett.

Wie immer bin ich Optikopfer auch auf die Kostüme und die Kulissenausstattung  angesprungen : detaillierte Zimmereinrichtung, die auch den Eindruck erweckt in diesen Zimmern leben die Figuren Holmes und Watson.  Es ist das Gesamtkonzept, bei dem ich sitze und genieße.

Der Sherlock Holmes ist genau das, was ich bei der modernen Version vermisse: aufs eine eigene Art und Weise Charmant. Er ist exzentrisch, drogenabhängig, etwas unterkühlt in einer „Man rolle mir den roten Teppich aus!“ – Weise aber zugleich wirkt er auch vertrauenserweckend und sympathisch.

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Dr. John H. Watson hingegen geht in dieser Fassung etwas unter, ein wenig bieder, ein wenig gemütlich, immer einen guten Appetit, was ihn wiederum sympathisch macht. Ebenso, dass er nicht nur als staunender Bewunderer herumsteht, sondern durchaus auch selbst Schlüsse zieht und zum logischen Denken fähig – zugleich merkt Holmes ab und an kritisch an, dass er seine Geschichten zur Unterhaltung schreibe und nicht als „nützliche Lektionen“.  Eigentlich also klar, dass Holmes seine Popularität Watsons Geschichten verdankt.

Dennoch merkt man, dass diese beiden Männer eine tiefe Freundschaft verbindet obwohl sie grundverschieden sind. Gerade in Holmes eigener Art sich um Watson zu kümmern, merkt man dass es seine Art ist Watson seine Wertschätzung zu zeigen.

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Es mit Sherlock zu vergleichen ist genaugenommen nicht korrekt, eher müsste ich da Elementary zurate ziehen, dennoch kann man sich dem nicht erwehren und ich werde wohl eher bei dieser Fassung bleiben, als bei Sherlock. Die Verfilmungen halten sich sehr dicht an die literarische Vorlage, sieht man davon ab, dass Watson in dieser Fassung eben nicht heiratet und es 9 Staffeln hindurch eine viktorianische Männer-WG ist, die man erlebt. Was ich auch sehr angenehm finde, da mir in der letzten Zeit dieses Thema „versteckte Homosexualität“ etwas überhand nimmt.

Des weiteren punktet die Serie in ihrer gemächlichen Art, weniger mit lautem Tamtam und großen Verschwörungen sondern eine altmodische Detektivgeschichte mit klaren Figurenkonstellationen und einer nachvollziehbaren Handlung.

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