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Der muntere Senior Edek zieht zu seiner Tochter nach Berlin zurück – und stellt ihr Leben gehörig auf den Kopf …

Schon seit seinen Jugendtagen lebt Edek Rothwachs, Holocaust-Überlebender jüdischer Abstammung, in Melbourne. Nun ist er Anfang 80, aber noch immer topfit und voller Lebenslust. Seine Tochter Ruth würde ihn trotzdem lieber nach Berlin zurückholen, wo sie mit ihrem Mann und Sohn ein geordnetes Leben führt. Edek ist skeptisch, aber die Bekanntschaft mit der lebensfrohen Polin Zofia an einer Berliner Hotelbar bringt ihn schließlich doch dazu, Australien hinter sich zu lassen. Ruths Freude über die Heimkehr ist allerdings schnell passé, als sie bemerkt, dass der kauzige Edek alles andere als einen ruhigen Lebensabend im Sinn hat: Nicht nur richtet er jede Menge Chaos an, er beginnt auch ein Verhältnis mit Zofia und plant mit ihr die Eröffnung eines Restaurants für ihre Spezialität: polnische Fleischklopse. Ruth ist entsetzt und besorgt – doch Edeks Energie ist scheinbar unverwüstlich.

 

Gesagt, getan. Nachdem ich so viel Spaß bei der Lektüre von Chuzpe musste ich  jetzt auch den Film dazu sehen, der 2015 von der ARD gezeigt wurde. Nach sämtlichen Zumutungen Rosamunde Pilcher, Katie Fjorde, Inga Lindström und Konsorten erschien dieser Film wie ein Lichtstreifen am Horizont für das Abendprogramm.

Dieter Hallervoerden als Edek und Anja Kling als Ruth. Das musste doch was werden oder? Im wesentlichen hält die Handlung sich an das Buch, außer eben, dass die Handlung in Berlin und nicht in New York spielt. Ich weiß ehrlich gesagt aber nicht was ich von dem Film halten soll. Auf der einen Seite macht es Spaß dieses Vater-Tochter-Gespann zu betrachten aber irgednwie fehlt dem Film die Herzlichkeit die das Buch so warm und herzlich macht. Anja Kling als beherrschte, etwas blasse Ruth passte sehr gut in die Rolle der hypervorsichtigen Tochter, aber sehr viel was Ruth im Buch ausmacht, war irgendwie nicht zu sehen.

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Getragen wird der Film ganz klar von Dieter Hallervoerden der den lebenslustigen Edek sehr schön verkörpert. Ihm zur Seite steht Franziska Troegner als Zofia und Natalja Bobyleva als Walentya. Eine wirklich süße Alters-WG, besonders dieses komische Plüschbett.

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Allerdings… der Film war zwar für eine kurzweilige Unterhaltung gut, muss man aber nicht gesehen haben.

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