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BurdaVintage50er60er

Kürzlich fiel mir eine neue Burda Vintage Ausgabe in die Hände: Die sagenhaften Sixties. (Wer denkt sich die Titel aus?). Ich habe bereits „Die fantastischen Fifties“ im Regal stehen und irgendwie war es dann ein spontaner „Nimm mit!“-Kauf. Bei der Heimfahrt habe ich dann mal durchgeblättert. Die Sechziger sind bei mir im Kopf irgendwo bei „adrett“ und „Jackie Kennedy“ verankert. Alles immer noch schön damenhaft mit sorgfältig toupierten Haaren und Rock. Die Burda Vintage #2 beschäftigt sich hier aber, interessanterweise, mit der Mode die damals aus London kam: Mary Quant, Ossie Clark, Twiggy im Babydoll. Chiffonfähnchen, Maxikleid und Chelsea Dress. Begeistert habe ich also mal durch die 12 Modelle gestöbert und gleich landeten mehrere  Stücke auf der „Oh, dass will ich nähen!“-Liste.

Besonders diese Modelle haben es mir angetan (alle von der Burdaseite bei Pinterest):

60erKleider

Das Chelsea-Tageskleid – eigentlich spannend wegen den Manchettenärmeln und der Knopfleiste. Jetzt für den Winter sähe das doch toll aus. Allerdings kann ich den Sixties Trend des Minirocks nicht mitmachen. Wird wohl ein Kleid werden dessen Schnitt ich etwas abändern muss.

Ein Maxikleid! Ich liebe Maxi und das schreit geradezu nach „Sommer“! Weite Wallewalle-Röcke, Hippiekleider – genau mein Ding.

Eine Flauschjacke mit extraweiten „Stummelarmen“ (Später dann Kimonoärmel), eigentlich so ein Relikt aus dem Skisport, aber es ist weit fallend und sieht so gemütlich aus!

Mode50er

Aus der Burda „Die fantastischen Fifties“ immer noch:

Der weiße Mantel nach Pierre Balmain – allerdings hab ich schon einen Wintermantel… auf der anderen Seite… Er ist so schön!

Die Käferjacke nach dem legendären Cristóbal Balenciaga – Wer würde erst mal glauben das diese Mode in den 50ern auf die Bühnen der Haute Couture kam, wo doch Dior bis zu 40 Metern Seide verarbeitete um Frauen wie Prinzessinnen aussehen zu lassen. ich liebe Balenciagas schlichte, klare Formsprache und das spiel von Volumen und Körper.

Nun aber mal neben meiner Eu0phorie: wieso zum Henker macht die Burda nur Schnitte bis 44?! Es gibt auch Kleidergrößen darüber und wenn man schon diese Retrowelle mitmacht, dann bitte auch berücksichtigen Welches Frauenbild damals vermittelt wurde. Wir sehen nicht alle aus wie Twiggy oder so adrett wie Jackie Kennedy Onassis.

Und worüber ich mich immer wieder ärger: die modernen Fotos lassen kaum etwas von Schnitt und Fall des Modells erahnen. Wären nicht die alten Bilder aus den Originalausgaben da, könnte ich mir keine Vorstellung davon machen wie es aussieht.

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Und gelinde gesagt finde ich dieses Modell doch etwas realistischer als die Dame auf der modernen Version, noch dazu dass ich eine Ahnung habe wie der Schnitt aussieht. Daher bitte: Nicht „So stylt man das Modern!“ mit Produkten wo der ein oder andere die Augen verrollt sondern: Zeigt die Schnitte auch so, das man kein Problem hat beim Nähen mal nachschauen zu können.

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