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Ich liebe Dokumentarfilme! Das größte Problem ist aber einfach welche zu finden die nicht über Prominente, irgendwelche Skandale oder in einen halb-wissenschaftlichen Ton daherkommen. Kürzlich habe ich einen gesehen, der wohl in meine persönlichen „Top 10“ kommen wird: Finding Vivian Maier.

She was a Socialist, a Feminist, a movie critic, and a tell-it-like-it-is type of person. She learned English by going to theaters, which she loved. She wore a men’s jacket, men’s shoes and a large hat most of the time. She was constantly taking pictures, which she didn’t show anyone.“ – John Maloof

Vivian Maier (1.Februar 1925 , New York City- 21. April 2009, Chicago) war eine französischstämmige Straßenfotografin, deren Bilder erst nach ihrem Tod veröffentlicht wurden.

Über ihre frühen Jahre ist kaum etwas bekannt, außer dass sie in Frankreich lebte. Ihre Mutter war die Französin Marie Jaussaud und ihr Vater der Östereicher Charles Maier, der die Familie in den dreißiger Jahren offenbar verließ.

Im Jahr 1951, im Alter von 25 Jahren, ging Vivian Maier von Frankreich zurück New York. Ab 1956 arbeitete sie in den folgenden 40 Jahren als Kindermädchen in den nördlichen Vororten von Chicago. Die Berichte der Familien, für die Maier arbeitete, schildern eine sehr zurückgezogen lebende Frau. Sie war nicht verheiratet und hatte keine Kinder. Maier verbrachte offenbar den größten Teil ihrer Freizeit damit, durch die Straßen von Chicago zu laufen und  mit einer Rolleifix zu fotografieren.

2007 erwarb John Maloof 30.000 ihrer Negative bei einer Zwangsversteigerung. Maier hatte im Laufe der Jahre 100.000 Fotos gemacht, die meisten nicht entwickelt oder nur als Negative. Vorwiegenden handelt es sich um Stadtaufnahmen, Menschen und Straßenansichten, ebenso Aufnahmen aus Los Angeles, Manila, Bangkok, Peking, Italien, Ägypten und dem Südwesten der amerikanischen Staaten, wohin Vivian Maier zwischen 1959 und 1960 reiste.

Da allerdings keines der großen Museen Interesse zeigte, rekonstruierte John Maloof Vivian Maiers Leben ganz alleine und publizierte 2011 das Buch „Vivian Maier – Street Photographer“.  John Maloofs Recherchearbeit über das Leben des zurückgezogenen Kindermädchens und Fotografin wurde mit Finding Vivian Maier im Jahr 2013 auf dem Toronto International Film Festival vorgestellt.

Vivian Maier.com

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