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When Sylvester, the Duke of Salford, first meets Phoebe Marlow, he finds her dull and insipid. She finds him insufferably arrogant. But when a series of unforeseen events leads them to be stranded together in a lonely country inn, they are both forced to reassess their hastily formed opinions, and begin to feel a new-found liking and respect for each other. Sylvester calls to mind the satirical genius of a Jane Austen novel and is adored for its wit and a fast-paced plot that ranges across a myriad of Settings.

Das letzte der drei Hörbücher, die ich gehört habe. Bei diesem habe ich mir am schwersten getan, obwohl es neben Venetia sehr gelobt wurde: Ich fand Sylvester zu Beginn unerträglich arrogant und Phoebe nicht minder. Mit Sylvester wurde ich im Laufe der Handlung dann noch etwas wärmer, aber Phoebe – nein, leider nicht. Anders als Horatia, der ich ihre Naivität zugestehen konnte, dass sie es schafft sich in eine missliche Lage nach der anderen zu bringen. Aber Phoebe? Nein, keine Chance. Das ein oder andere Mal konnte ich mich des Gedankens “ Du Trampel!“ nicht erwehren und auch nicht verstehen wieso jeder der Nuss verzeiht oder versucht sie zu rehabilitieren. Bei Thomas Orde, ihrem Kindheitsfreund war es klar, er kennt sie seit Kindertagen. Ihre Großmutter/Sylvesters Patentante hätte eigentlich viel früher eingreifen müssen und dem Mädel mal gehörig den Kopf waschen sollen, anstelle das alles witzig zu finden. Genauso wie am Ende Sylvesters Mutter – bei aller mütterlichen Besorgnis um den Sohnemann und das „The lost heir“ ihm eine Lehre sein würde, Verständnis hätte Phoebe nicht bekommen dürfen.

Ich sage nicht, dass Sylvester das Bauernopfer des Buches ist – er ist ein arrogant, er ist teilweise etwas weltfremd, aber alles in allem kommt er seinen Verpflichtungen als Hausherr, Sohn und Vormund seines Neffen Edmund nach. Also alles in allem wie in den beiden anderen Büchern ein nicht perfekter Held, aber jemand den man bei näherer Betrachtung durchaus schätzen und gern haben kann. Und was hat er verbrochen? Er hat nur einmal mit ihr getanzt und sie bei der nächsten Gesellschaft ignoriert.

Erpicht drauf zu heiraten wäre ich da auch nicht, aber vielleicht hätte man ja erst mal nachdenken können.

So, nachdem ich jetzt ein wenig gewettert habe, geht es mir besser.  Es war nicht so, dass mir das ganze Buch missfallen hat, einige Ideen fand ich stellenweise wirklich gelungen und herrlich komisch – besonders Sylvesters Schwägerin, der ich gerne mal mit dem Bügeleisen eins Übergebraten hätte nur um zu wissen ob es dann „Dong!“ macht. Thomas Orde war ein wirklich toller „bester Freund“, den sich jeder wünschen würde und er hatte einige sehr schöne Auftritte.

Also – vielleicht gebe ich dem ganzen in ein paar Monaten noch mal eine Chance, mal sehen ob es dann besser wird.

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