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Unconventional, warm and witty, this Georgian romance by Georgette Heyer unusually begins with a marriage rather than ending with one. When Horatia Winwood steps in to marry the Earl of Rule, the disappointed suitor of her elegant sister, it is the luxuries of high society life that she becomes entranced with rather than her husband. And yet, despite the countless misunderstandings, spats and blunders, somewhere along the line, this marriage of convenience turns into the real Thing.

Das erste Hörbuch ist durchgehört und ich bin noch etwas unsicher. Mit Hörbüchern werde ich nie wirklich warm, was nie an den Vortragenden selbst liegt. Es ist nur der Rhythmus des Lesens und des Vorlesens und jeder hat andere Vorlieben. Und nach zwei missglückten Versuchen: „Harry Potter und die Kammer des Schreckens“, sowie „Die Freundschaft“ habe ich das auch Jahrelang sein lassen und lieber selbst gelesen oder mir laut vorgelesen. Dementsprechend schleiche ich auch etwas unsicher um die drei Hörbücher herum bis ich mir gesagt habe: „So, du tust jetzt so als seist du fünf Jahre alt und lässt dir abends von einem Erwachsenen vorlesen.“ Andererseits hatte ich keines der Bücher vorher gelesen, was vielleicht auch ganz gut ist und ich daher noch keine eigenen Stimmen im Kopf hatte.

Aber abseits davon: ich fand die Geschichte einfach nur süß! Sie ist jetzt nicht das, was man unbedingt als originell bezeichnen würde und das will sie auch nicht sein. Sie will unterhalten und das schafft sie hervorragend, mit viel Witz und Charme.

Im ersten Moment erschien es mir allerdings doch auch absurd mit der siebzehnjährigen Horry und dem sechsunddreißigjährigen Lord Rule als einem ernsthaften Liebespaar. Aber auf der anderen Seite ist Horry einfach nur liebenswert mit ihrem Stottern und ihrer Naivität. Ihr Mann hingegen ist durch nichts aus der Ruhe zu bringen, egal was sie anstellt und nimmt viele Situationen mit der dazugehörigen Portion Humor. Allein daher erscheint manchmal die ganze Situation eher was von Vater/Tochter oder zumindest älteren/jüngeren Verwandten zu haben. Allerdings glaubt man auch ab einem bestimmten Punkt, dass Rule seine wesentlich jüngere Frau zumindest „lieb hat“.

Neben den beiden Hauptfiguren sind Lady Massey, Lord Lethbridge und Horrys etwas dumpfer Bruder Pelham und des Kumpan dabei und alle sind auf ihre Weise sehr gut hörbar. Wovon ich am meisten überrascht war, dass ich kein Problem hatte, dass ein Mann Frauenstimmen liest. Man hört zwar, dass es nie im Leben eine Frau sein kann, aber es klingt absolut weiblich von Ausdruck und Sprechrhythmus.

Ein Fazit:Die Geschichte selbst ist zum entspannen und lachen.

Und ich muss meine Haltung zu Hörbüchern revidieren: solang man das Buch vorher nicht gelesen hat, kann man sich auch getrost vorlesen lassen.

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