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Der „große rote Drache“ – alle Folgen bisher gesehen und was denke ich? An Rammsteins Sonne.

„Sie ist der hellste Stern von allen und wird nie vom Himmel fallen“

Eine Art Grimm’sche Romantik, schwerfällig wie Rotwein, verstörend und schön zugleich.

Ich mag die Art wie Francis Dolarhyde gezeigt wird und schwanke ich permanent zwischen „Ich kann es entschuldigen“ und „Kann jemand diesen Irren einsperren!“ – ich mag seine Verletzlichkeit, seine kindliche Liebe zu Reba und zugleich hasse ich dieses Monster, was er ist und zu dem er sich ab einem ganz bestimmten Punkt selbst herangezüchtet hat.

Er ist kompliziert, zerbrochen, irgendwo kurz vor dem Wahnsinn und dennoch völlig klar. Auf eine Weise sympathisiere ich sogar mit ihm  und das sollte ja eigentlich nicht der Fall sein, aber gerade im Bezug auf Reba ist da dieser Moment : „Er ist zerbrochen und versucht sich irgendwie selbst zu kitten“.

img_0497img_0498Und natürlich besonders bei der Szene mit dem Tiger – da ist eben doch der Gedanke: Er ist eben auch ein Mensch. Egal was er abstoßendes getan hat, das ist ein Mensch.

Und gerade das macht für mich die Szene immer wieder beeindruckend, egal in welcher Verfilmung.

img_0501Meine liebste Visuelle Szene ist allerdings: Das Zerbrechen des Martiniglases. Es ist so etwas schmerzlich schönes an diesen Moment, wenn man Glas zerbrechen sieht.  Und auch ein Stück weit das Francis Dolarhyde hier eine Form von Widerstand aufgibt.

In einer Weise  hat er etwas an sich, dass sich gerne ergeben will. Aber immer zwischen zwei Extremen hin und her schwankt.

Und mein absolutes Highlight, war das Essen des Blake-Aquarells, dass ich schon in der Verfilmung mit Ralph Fiennes bewundert habe:

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Wobei ich nicht ganz sicher bin ob es nun ein bewusster Kampf gegen den Drachen sein soll oder um ihm noch näher zu kommen – wobei ich diese Reaktion auf das Bild sehr gut kenne, als ich das Bild im Frankfurter Städel (nur wollte ich es nicht essen)

Bilderquelle

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