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Puh womit nun also anfangen. ich glaube einige von euch wissen ja, das ich seit ca. Anfang des Jahres die Serie „Hannibal“ suchte und besonders nun, das der Große Drache, Francis Dolarhyde, seinen Aufritt bekommt. Und was  mich besonders überrascht hat, war die Körperlichkeit der Figur und die absolute Stille. Kein Wort, nur die Gesichtsausdrücke. Im ersten Moment habe ich mich gefragt. „Was genau geschieht da in ihm? Er wirkte zwar da aber auch nicht nicht wirklich hier – als lebt er in einer Art Parallelwelt. Auf der anderen Seite kein wunder, wenn man sich seine Vorgeschichte bewusst macht – es ist das Leben an das er so sehr gewohnt ist, dass es ihm völlig normal erscheint.

Eine Schwierigkeit hatte ich mit der Trainingssequenz, als ich sie betrachtet habe. Auf der einen Seite scheint er sich seiner physischen Seite kaum wirklich bewusst zu sein, auf der anderen Seite trainiert er um sich dem „großen Drachen“ anzunähern und schließlich diese Metamorphose zu erfahren: etwas starkes, kraftvolles und auf seine Art auch Schönes. Zugleich scheitert er an etwas simplem wie dem S-Laut. Es war die einzige Szene an der ich mich fragte: Soll ich Mitleid mit dir haben oder nicht? Eigentlich müsste die Antwort ganz klar „Nein“ sein, aber in gewisser Weise kann man sich einer Form von Mitleid auch nicht erwehren, weil dieser Versuch etwas fürchterlich Verzweifeltes an sich hat

Sinnbildlich auch die Tättowierung – wobei das schon fast wieder etwas von einem „Jünger“ oder Novizen hatte, der eine Gottheit anbetet. Was für mich die Szene mit dem Projektor sehr ergreifend hat werden lassen: Francis Dolarhyde ist auf eine Art und Weise nur eine Hülle für diesen Drachen und agiert als Projektor.

In diesem Sinne: Ich bin auf die nächste Folge sehr gespannt.

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