Mein Liebster Award – Danke Schön!

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Ui, ich wurde nominiert . vielen, lieben Dank an Sue von I’m feeling this dafür. Die Regeln sind klar:

  1. Thank the person who nominated you and link their blog into your post.
  2. Answer 11 questions which you have been asked by the nominating blogger.
  3. Nominate 5 to 11 other bloggers who have fewer than 1,000 followers.
  4. Add a new list of 11 questions for the nominated bloggers.
  5. Paste these rules into your post.
  6. Make sure your nominees know about your post and their nomination.

MY LIST OF 11 QUESTIONS: (Some borrowed from Esther and some new questions)

  1. What is the best movie you have seen in the past year?
    1. Easy. The best movie I’ve watched last year was Jim Jarmuschs Only Lovers left alive, 2013. I war hingerissen von diesem Bohemepärchen Adam & Eve, von dem beißenden Humor, der wehmütigen Homage an das analoge Zeitalter
  2. What is the most memorable live theatre and/or concert experience you’ve had in the past year?
    1. Hm  ja…Letztes Jahr war ich überraschender Weise nur auf einem Konzert von Sunrise Avenuve und dazu die aussage von Samu Haber: „Ich haber versprochen zu duschen… also mit Duschgel!“ (ja Kernseife  tut es auch!)
  3. What is the best book you’ve read in the past year?
    1. Fjodor Dostojewsky- Weiße Nächte
  4. What is your favourite photo of the past week on your mobile phone and are you willing to share it?
    1. IMG_20160909_174936
  5. What is your favourite photo ever of your favourite actor or actress?
    1. Diese Diashow benötigt JavaScript.

  6. What songs are at the top of your playlist right now?
    1. Peng!- Bela B & Smokestak Lighting feat. Peta Devlin
    2. Whisky Lullaby- Brad Paisly & Allison Kraus
    3. Dark History Waltz – Brian Keane
    4. Lavender’s Blue – Cinderella Movie SOundtrack
    5. Do you love me – The Contours
    6. Arabesque No.1 – Debussy
    7. La fille auxcheveux de lin . Debussy
    8. Shake it yout – Florence + the Machine
    9. All this and Heaven too – Florence + the Machine
    10. Third Eye – Florence + the Machine
    11. I will be – Florence + the Machine
    12. Stand by me – Florence + the Machine
    13. Too much is never enough – Florence + the Machine
    14. Everyday is like sunday – Morrissey
    15. Sonne – Rammstein
    16. William, it was really nothing – The Smiths
    17. Nowhere fast – The Smiths
    18. Panic – The Smiths
    19. Du riechst so gut -Rammstein
    20. Anthem – Tommy Körberg (Chess)
  7. What is the most recent TV show that you binge-watched?
    1. The Handmaid’s Tale
  8. What time of day do you usually write and/or blog and why?
    1. Meistens am späten Nachmittag oder Abend um am Folgetag zu posten.  Am Abend bin ich flüssiger im Texte schreiben um am Folgetag gut korrigieren zu können. Plus das ich für die einzelnen Filme/Serien screenshots mache. Bei strickarbeiten ist es anders. Da stapeln sich bilder teils bis zu dem Moment bis es fertig ist – so langsam sollte ich mir aber auch mal wen suchen,d er mir beim Bilder machen hilft, sobald es um Strickwaren und genähtes geht .
  9. Does your avatar have special significance and if so, what is that significance?
    1. Ich mag vintage und retro – allerdings sind rote Lippen und stark geschminkte Augen wie in den 40er Jahren auch meine Alltagsschminke
  10. In your real life, how open are you about the fact that you have a blog?
    1. Freunde wissen es, ich bin auf Social Media verlinkt – wer also mitlesen und kommentieren will, kann das immer gerne tun!
  11. What are the boundaries for you in terms of how much of your real life you share on your blog?
    1. Ich war nie ein Freund von „Real Life“ formaten – Privat heißt Privat. Persönliche Belange würde ich auf meinem Blog nicht teilen. Da ich auch kein Lifestyleblogger bin muss ich auch kein stylishes Leben nah aus repräsentieren.
  12. Vielen Dank, dass ich mitmachen durfte. Nominieren werde ich allerdings niemanden speziell. Wer gerne die Fragen beantworten will: Feel free to do so!

I saw the light, 2015

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Bei amerikanischem Country fällt mir eigentlich nur Johnny Cash ein. Was so viel heißt wie:  Im Grunde habe ich keine Ahnung von der Musikrichtung – man möge es mir verzeihen.

Als dann „I saw the light“ rauskam, hat es mich auch erst mal nicht interessiert, aber dann habe ich mir gesagt: „Komm – nachdem du bei Hiddleston schon ewig gebraucht hast den Loki  an zu schauen, gib dir’n Ruck“. Und dann nachdem ich erst mal das allwissende Google Orakel befragte:  „Wer ist Hank Williams… Countrysänger… öhm… Das wird sicher >interessant<.“

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Der Film erzählt  die 9 Jahre  von Hank Williams, in denen er zu einem der einflussreichsten Komponisten und beliebtesten Musiker der USA wurde. Der Film folgt seiner steilen Karriere und den tragischen Folgen: Während sich der Erfolg als Sänger einstellt, leidet Hanks Privatleben unter seiner Alkohol- und Drogensucht. Seine Gesundheit verschlechtert sich und er stirbt mit 29 Jahren.

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Der Fokus liegt ganz auf Williams und Tom Hiddleston gelingt es den Sänger/Komponisten überzeugend darzustellen und den Südstaatenakzent zu treffen.
Umgehauen hat mich die Tatsache, dass er alle Lieder selbst eingesungen hat – okay wenn es um das Halten der hohen Töne geht, merkt man es schon ab und an aber ansonsten, konnte ich mich nicht beschweren, es wirkt auch wiederum etwas authentischer. Auch die Darstellung von Elizabeth Olsen als Audrey Williams war sehenswert. Audrey ist ebenfalls Sängerin, mit weniger Talent als ihr Mann, dafür aber mit dem nötigen Geschäftssinn. Die übrigen Figuren bleiben leider etwas blass.

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Es gibt einige Längen in diesem Film, doch im Ganzen überzeugt die Qualität der Darstellung. Ich musste mir beim anschauen ab und zu auch bewusst machen, dass dieser Film für den amerikanischen Filmmarkt und für Fans des Sängers/Genres gemacht wurde, die sicherlich viele der Andeutungen besser zuordnen können. Vielleicht hätte ich erst einmal eine Dokumentation sehen sollen.

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Was Austattung, Kleidung, Fahrzeuge und Set betrifft gibt es wirklich nichts zu meckern – manchmal schon fast auch zu hochglanzmäßig, aber bei den glänzenden Retroautos werd eich mich sicher nicht beschweren. Hört man einmal in die Originalfassung hinein, frappiert der Südstaatenakzent von Tom Hiddleston – er trifft diese langgezogene Aussprache Williams‘ sehr genau.

Im übrigen hat er für einen Ohrwurm gesorgt, den ich zwei Wochen nicht losgeworden bin:

Kurzmitteilung

Deep Blue Sea, 2011

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Hätte mir vorher jemand sagen können, was das irritierende am Erwachsensein ist?!
1. Es wird schwerer Beeindruckt zu werden.
2. Ich erwarte wenig bis nichts.
Ich merke es aktuell überall und das schafft Langeweile. Und Langeweile ist das schlimmste. Das dumpfe, bittere Gefühl der Bedeutungslosigkeit, als ob man dauernd auf einen kleinen Punkt an der Wand starrt, während der Verstand nach und nach Blank wird. Tödliche Langeweile ist wohl am Schlimmsten.
Und genau in dieser Stimmung habe ich in blindem Aktionismus, nur um irgendwie zu entkommen, nach neuen Geschichten gesucht. Und dabei tauchte The Deep Blue Sea auf.

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Hester Collyer führt mit ihrem Mann, dem Richter Sir William Collyer, eine Ehe im Nachkriegs-London. Privilegiert und im Wohlstand zwar,jedoch starr und unbeweglich. Eines Tages begegnet ihr der jüngere, ehemalige RAF-Pilot Freddie Page und Hester verliebt sich. Sie folgt ihm, ohne an die Konsequenzen zu denken. Doch selbst an Freddies Seite findet sie nicht das Glück, das sie sich erhoffte. Und so vergeht das vermeintliche Glück zu schnell und zu schmerzhaft.

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Dieser Film lässt niemanden, der sich darauf einlässt, kalt. Dies ist dem hervorragenden Spiel der drei Hauptdarsteller zu verdanken. Hester besitzt eine glühende Intensität, der man sich nicht entziehen kann. Sie berührt ohne große Gesten und bricht einem das Herz ganz behutsam.

TheDeepBlueSea05Ihr junger Liebhaber Freddie, jugendlich, überschwänglich, aber zugleich hat er den Krieg nie hinter sich gelassen. Erstarrt und in der Hoffnung, dass diese Beziehung ihn wieder lebendig werden lässt.

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Hesters Ehemann, Sir William,  ist ein desillusionierter Mann, der die Liebe seiner jüngeren Frau verliert und dennoch nie aufhört, sie zu lieben. Nach wie vor bietet er ihr Kultur, wirtschaftlichen Wohlstand, einen sicheren Platz im Leben.

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The Deep Blue Sea ist ein Kammerspiel, ein Portrait Englands in den Nachkriegsjahren und Studie über die zerstörerische Macht der Liebe. Der Film lässt uns am Leben dreier Menschen teilhaben, die außer Stande sind, andere so zu lieben, wie diese das brauchen und selbst nicht jene Liebe finden, die sie suchen:

Eine Ehefrau soll aus gesellschaftlicher Konvention eine Ehe aufrechterhalten, in welcher sie sich einsam fühlt.

Von einem ehemaligen Piloten wird erwartet, sich als Angestellter in eine Gesellschaft zu integrieren, obwohl er „im Krieg“ geblieben ist.

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Und ein Richter, der versucht seine Frau zu halten, obschon sie ihm entgleitet.
In einer Zeit, in der eigentlich das ganze Land eine Therapie benötigte, zeigt sich wie Menschen dieses Landes mit ihren Erfahrungen umgehen und versuchen psychisch zu überleben. Dass sie sich dabei selbst zerstören, können sie nicht zu verhindern.

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Ich bin begeistert. Ein außergewöhnlicher Film über reale Menschen, bewegend, schmerzhaft, fantastisch gespielt und mit großer Ruhe inszeniert.

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Ich rate nur unter allen Umständen nie die deutsche Synchronisation zu hören – sie schmälert diesen Film wirklich sehr.

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American Horror Story: Roanoke, 2016

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Nach der etwas schwächelnden Staffel 5, nun die aktuellste Staffel – wobei Nr. 7 ja hoffentlich bald kommt. Puh, die Version war wohl diejenige, die mir am meisten Kopfzerbrechen bereitet hat, was ich von ihr halten soll. Drei Anläufe hat es gebraucht, bis ich zugeschaut habe.

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In American Horror Story Roanoke geht es um ein Ehepaar, Shelby und Matt, die ein neues Leben in einem abgelegenen Haus beginnen wollen. Doch schon direkt nach ihrem Einzug geschehen eigenartige, unerklärliche Dinge in diesem Haus. Das Ehepaar wird terrorisiert von eigentümlichen Gestalten und wilden Menschen. Schnell stellt sich heraus, dass die mysteriösen Ereignisse und Gestalten im Zusammenhang mit der vor vielen Jahrhunderten spurlos verschwundenen Kolonie Roanoke stehen.

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Erst einmal ein Wow an die Darstellungsform: nämlich die einer Dokumentation namens „My Roanoke Nightmare“ und deren Fortsetzung „Return to Roanoke – Three Days in Hell“, die in Form von Interview- und Renactmentszenen dargestellt wird, d.h. andere Schauspieler stellen wiederum Shelby und Matt dar. Beziehungsweise in der Fortsetzungsdokumentation geht es um das Prinzip des Found Footage – Kameras Filmen, ebenso wie die Darsteller, die permanent ein Handy dabei haben.
Zudem ist Roanoke – wie bisher alle Staffeln von American Horror Story – komplett unabhängig von den vorherigen Staffeln.

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Die neue Darstellungsform, die in dieser Staffel erstmalig genutzt wird, ist wirklich etwas Besonderes. Sie verleiht der Staffel eine Exklusivität und macht die Geschichte gut nachvollziehbar. Einziges Manko hierbei: Dass die Darsteller nachträglich in einem Interview ihre Geschichte erzählen, verrät bereits den groben Ausgang der Geschichte. Insgesamt finde ich die Darstellungsform wirklich ziemlich originell und interessant, allerdings sieht das nicht unbedingt jeder so.

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Geschichtlich handelt es sich um eine klassische Horror-Geschichte, wobei wieder mehr auf klassische Horror-Elemente gesetzt wird als in den letzten Staffeln. Das gefällt mir wirklich gut! An einigen Stellen verkommt die Darstellung jedoch leicht in eine Art Splatter, in denen es nur noch um Folter, Blut und Gewalt geht. Sehr gut empfinde ich, dass – gerade im Vergleich zu früheren Staffeln – eine kohärente Geschichte erzählt wird.

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In früheren Staffeln wurden häufig mehrere Handlungsstränge geöffnet, und nicht alle wurden zufriedenstellend aufgelöst. Das ist hier anders. Die Geschichte hat einen klaren Anfang und ein klares Ende, und Nebenhandlungen gibt es quasi nicht/kaum.
Trotz der vielen positiven Aspekte dieser Staffel, hat mich Roanoke nicht total gefesselt.

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Roanoke ist eine sehenswerte sechste Staffel von American Horror Story, die insbesondere durch ihre originelle Darstellungsform hervorsticht.

Live Letters

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Normalerweise schreibe ich über Filme und Serien, aber auf eine Empfehlung hin bin ich auf Aufnahmen einer Liveperformance gestoßen: Letters Live. Der Vortrag von Briefen: Lustige, liebevolle, traurige, unterhaltsame Briefe aus verschiedenen Dekaden und deswegen möchte ich hier klar eine Empfehlung aussprechen. Briefe sind etwas wunderbares. Ich war schon ein großer Fan des in Deutschland gestarteten Rilke Projekt. In diesem Sinne: Lest und schreibt!

Ausstattung und Set ist minimal, logischer Weise, aber der Vortrag ist wunderbar.

 

American Horror Story: Hotel

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Staffel 5! Wir nähern uns der Zielgeraden bei American Horrorstory! Nach erfolgreicher Freak Show begeben wir uns nun in die Gegenwart in das Hotel Cortez.

In Stil und Atmosphäre kann die Staffel locker mit den Vorgängern mithalten. Die Ausstattung, Kamera, Spezialeffekte und die Musik sind mal wieder erstklassig. Besonders der Art Deco Look des Hotels selbst ist wirklich gelungen. Von dem schummrigen Zelt der Freak Show in ein vergessenes Luxushotel der 30er Jahre.

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Auch schauspielerisch hat „Hotel“ wieder einiges zu bieten. Gespannt war ich natürlich  auf die Darstellung von Lady Gaga. Ich persönlich finde, dass sie ihre Sache sehr ordentlich macht, sie passt sehr gut in die Rolle der mondän-dekadenten Countess. Allerdings kann ich die euphorischen Lobeshymnen dann doch nicht nachvollziehen. Ich finde die Regie und die Rolle verlangen ihr nicht allzu viel ab. Das ist nicht ihre Schuld aber beispielsweise die Golden-Globe-Auszeichnung kann ich überhaupt nicht nachvollziehen.

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Die Akzente setzen einmal mehr die arrivierten Darsteller, wobei Sarah Paulson für mich wieder einmal absolut herausragt, da wäre der Golden Globe deutlich angebrachter gewesen.

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Auf einer Augenhöhe erneut Evan Peters, diabolisch wie nie. Vorzüglich ist auch wieder Kathy Bates, ebenso Wes Bentley, Chloe Sevigny und vor allem in einer Doppelrolle Finn Wittrock, der schon in „Freak Show“ absolut grandios war.

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Und dann natürlich Denis O’Hare als Liz Taylor. Ich glaube von allen Figuren ist Liz bisher meine Lieblingsfigur. Eine Drag Queen als Bardame und gleichzeitig das wohl würdevollste was ich je gesehen habe. Bitte mehr davon! Seitdem: Habt keine ANgst vor violettem Lidschatten!

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Blass hingegen fand ich Cheyenne Jackson, Mare Winningham und Angela Basset, eigentlich eine tolle Schauspielerin, ging mir sogar richtig auf die Nerven, nachdem sie nun die dritte Staffel hintereinander die immer gleiche Rolle spielt und sich ihre Darstellung als wenig variantenreich erweist. Die Rollen waren auch wirklich alle nicht wirklich aussagekräftig.

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Was mir diese Staffel aber dann doch madig gemacht hat, ist die Tatsache, dass sich hier unter der Oberfläche wenig Substanz verbirgt. Vampirkinder, das Hotel als Mordmaschinerie, Persönlichkeitsspaltung, ein Latexmonster – Gerade ab dem zweiten Teil kommen noch X- Zusatzhandlungen dazu, die eigentlich gar nicht mehr passen.

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Die Geschichte um die Countess beschränkt sich, zumindest in der ersten Staffelhälfte, fast nur auf Blut- und Sexszenen. Irgendwann hat der Zuschauer es kapiert.

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In der zweiten Hälfte wird dies zwar deutlich besser, weil man endlich auch etwas über die Vergangenheit der Countess erfährt, leider wird es gegen Ende streckenweise sehr unlogisch und nicht nachvollziehbar.

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Legion, 2017

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David Haller wird bereits als Kind als schizophren eingestuft, aber auch bei Wutanfällen zerstört er mit mentaler Kraft seine Umgebung. Seitdem muss er Medikamente einnehmen und wird ärztlich kontrolliert.
Mit Anfang 30, befindet er sich wieder in einer geschlossenen Abteilung. Dort versinkt er im alltäglichen Trott: Essen, Therapie, Medikamente, Schlaf. Seine Routine wird durch die Ankunft der Mitpatientin Syd Barrett unterbrochen.

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Holy Shit! (Das war meine allererste Reaktion als ich die Serie sah) – Ein LSD-Trip auf 8 Folgen. Ich muss dazu sagen: Ich habe mich wenig mit Marvel auseinandergesetzt, daher gehe ich da nicht als Fan dran, sondern als interessierte Laie.

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Die Handlung spielt sich  zum größten Teil in Davids Kopf ab. Einem Verrückten oder einem Mutanten? Oder beides? Die Serie ist verwirrend, aufwühlend und spannend, aber man muss mögen,was man sieht. Man weiß genau wie der Hauptdarsteller manchmal einfach nicht, ob jetzt, jetzt ist oder ob man in David’s oder einer anderen Gedankenwelt ist.08-legion-kitchen-1.w710.h473

Der visuelle Stil feuert aus allen Rohren und man ertrinkt fast in dieser unglaublichen Bilderflut. Die kleine Romanze der beiden Sonderlinge ist absurd- zuckersüß, David’s Träume skurril, die Visionen düster, die Gegenwart ist psychologisch und in Sachen Action interessant.

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Nicht zu leugnen ist der Einfluss von Stanley Kubrik, Wes Anderson und anderen prägenden Regisseuren der 60er bis 80er Jahre, und erschafft eine surreale Traumwelt mit klinischem Horror und phantastischen Traumwelten.

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Ein nicht perfekter, vielleicht sogar gefährlicher Protagonist, der weniger im positiven als im zweifelhaften Licht steht, erzeugt von Beginn an eine Spannung.

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Die Zerissenheit des Hauptprotagonisten wird in faszinierenden Bilderwelten erzählt
und selbstverständlich ist es Ziel den Zuschauer in eben jene Brüche und Gräben hineinzustürzen, in die die Realität David Hallers schon längst zerbrochen ist.
Wer sich hier über absurde Wechsel von Perspektive, Plot und Dialog wundert, ist im falschen Film.Legions05

So sucht man gespannt nach Hinweisen, Doppel- und Mehrdeutigkeit. Die vielseitige Besetzung trägt die Sympathien bereits nach drei Folgen so gut, dass man sich mit ihren Besonderheiten, die allesamt wie Projektionen von Davids Problematik scheinen mögen, restlos identifizieren kann.

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Dabei ist die Serie so anders, non-konform in ihrer psychologischen und metaphorisch anmutenden Entdeckungsreise, dass man schon bei der Hälfte darum bangt, ob sie über die erste Staffel hinaus fortgesetzt wird. Zum Glück ist eine zweite Staffel bereits bestätigt.

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Sommer im Februar, 2013

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Manchmal stelle ich mir selbst die Frage, ob ich Kostümfilme nicht manchmal langweilig finde – denn im Grunde macht das ja den Hauptkanon meiner Filmleidenschaft aus. Manchmal meine ich schon alles gesehen zu haben und sollte ich nicht einmal was anderes versuchen. Und in vielen Fällen kann ich guten Gewissens mit Nein antworten. Das spannende am Period Drama ist ja, dass man immer wieder etwas findet, von dem man nicht ahnte dass es interessant sein könnte.

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Sommer im Februar ist auch wieder so ein Zufallsfund. Bei „Sommer im Februar“ handelt es sich um die Verfilmung einer wahren Begebenheit, die von Jonathan Smith auf Grund Tagebuchnotizen des Afrika-Veterans Gilbert Evans rekonstruiert hat. In einem Künstlerdorf Lamorna an der Küste Cornwalls verliebt sich der junge Soldat und Verwalter Gilbert Evans in die künstlerisch ambitionierte Tochter eines reichen Londoners, die sich mit ihrem Bruder zu Studienzwecken dort niedergelassen hat. Leider kommt ihm der hochtalentierte Alfred Munnings (A.J.) in die Quere und schnappt ihm die zerbrechliche Schönheit quasi vor der Nase weg. Florence erkennt zu spät, dass sie sich für den falschen Mann entschieden hat. Als Gilbert sich erneut freiwillig zum Kriegsdienst in Afrika meldet, kommt es zur Katastrophe.

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Die Geschichte ist frei von einer irgendwie erotischen Pikanterie einer Ménage à trois. Vielmehr erzählt der Film von einer Frau, die sich für den falschen Mann entscheidet. Dabei legt der Film zwar viel Wert auf Charakterzeichnung und eindringlicher, wenn auch sehr allmählich vonstatten gehender Konfliktzuspitzung. Letztere findet erst gegen Ende zu ihrem Höhepunkt.

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Ein Film, nach einer wahren Begebenheit, wundervoll an Originalschauplätzen in Szene gesetzt – und doch so enttäuschend, denn schöne Naturkulissen und satte Farbkontraste, sowie eine prächtige Szenerie, können keinen Film retten. Das ist umso bedauerlicher da das Casting und die darstellerischen Leistungen hervorragend sind.

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Gerade im zweiten Teil des Films verdüstert sich die Stimmung beträchtlich, damit einher geht, dass die junge Frau in der Geschichte in eine immer ausweglosere Situation gerät.

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Einblicke in ihre Psyche und Ausweglosigkeit, fehlen allerdings vollständig. Gut, man kann sich seinen Teil denken, aber dadurch gewinnen ihre Handlungen nicht mehr an Logik und Glaubwürdigkeit.

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Zudem ist Emily Browning mit ihrem fast ausdruckslosen Puppengesicht nicht gerade eine Besetzung  auf die ich mich gefreut habe – ich hatte bisher jedes Mal Schwierigkeiten wenn ich sie in einem Film sah. Eindrucksvoll wirkt es , aber Leid, Enge, Ausweglosigkeit darzustellen ist mit dieser maskenhaften Mimik eine Herausforderung. Und an einigen Stellen hätte ich mir durchaus mehr Emotion gewünscht.

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Regisseur Menaul hat eine feinsinnige Mileustudie geschaffen, aber das Drama blieb leider erzählerisch auf der Strecke, was schade ist denn es hätte inen guten Kontrast gebildet. Vor 100 Jahren waren die Gepflogenheiten noch gänzlich andere hinsichtlich von Liebesdingen und auch der Möglichkeiten einer Frau, in der Gesellschaft ihren Platz zu finden. Die auf den ersten Blick so progressiv wirkende Künstlerkolonie im Cornwall macht diesbezüglich dann doch keine entscheidende Ausnahme.

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Und damit hätte man vielfältiger und ausdrucksvoller arbeiten können. Somit glänzt dieser Film zwar mit einer gediegenen, sanften Anmut, aber er bietet auch keinerlei Diskussionspunkte.

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American Horror Story: Freak Show, 2014

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Ganz ehrlich? Nach dem erneuten Schauen musste ich feststellen, dass sie meine Lieblingsstaffeln geändert haben. Habe ich am Anfang Staffel 1 und 3 geliebt, so sind es mittlerweile die Staffeln 1, 2 und 4 die ich viel lieber sehe
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Die erste ist ein schöner Einstieg, die zweite eine Parforce-Jagd und die dritte, der Beginn war Super aber ab der Hälfte war ich dann doch verwirrt um was es nun eigentlich gehen sollte.
Aber die Vierte… das war anders. Komplett anders.
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Freak Shiw bringt uns ins Florida des Jahres 1952. Miss Elsa Mars, die eine Freak Show betreibt, findet einen neuen Star für ihr „Elsa’s Cabinet of Curiosuties“: Bett und Dot, zwei verbundene Schwestern.
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Und vorsicht, was unter diesem Zelt passiert.
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Freak Show ist tasächlich eine sehr berührende Staffel. Es geht um das Ende der letzten Schaustellershows, die Frage nach dem Monstern, einzelne Lebensgeschichten in einem langen Film.  Mord und Grausamkeit, Ruhm und Mut, Liebe, Wahnsinn… die Liste würde Ellenlang weitergehen. Diese Staffel hat eine Menge Sozialkritik und auch Weisheit in sich, einmal sehr sanft und ein anderes mal sehr brutal. Und manchmal auch beides – etwa die tragische Geschichte von Twisty dem Clown. (Auch wenn man sich daran viel zu lange aufgehalten hat.)
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Und mein größtes WOW-Moment hatte ich mit Finn Wittrocks Performance! Er spielt den wohl verwöhntesten, gefährlichsten, zerbrochensten und wahnsinnigsten Character, den ich seit langem gesehen habe: Dandy Mott. Sieht man sich Dandy an, weiß man danach eins: Es gibt nichts gefährlicheres als einen gelangweilten Psychopathen. Ich glaube, ich könnte einen ganzen Eintrag nur über Dandy schreiben und Finn Wittrock ist gar nicht genug zu loben.
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 Freak Show ist definitiv zu empfehlen: Wie überlebt jemand, der nicht normgerecht ist, wie bekommt man Gerechtigkeit., Und natürlich, die alte Frage: wer ist denn nun das Monster? Jemand der seltsam aussieht oder jemand der zu größer Grausamkeit fähig ist?
Und sollte das alles kein Grund sein: Jessica Lange singt David Bowie!
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American Horror Story: Coven

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Oh… Staffel 3 – haben wir’s schon so weit geschafft. Noch einmal Dauerschleife – es fehlen noch drei Staffeln! Aber widme ich mich zunächst Coven. Coven war nach der zweiten Staffel schon fast harmlos – es war an vielen Stellen lustig.

Ich glaube, was American Horror Story für mich jedes Mal am spannendsten macht, sind die Häuser. Aus der bedrückenden Enge von Biracliff in ein helles, klinisch reines Gebäude.mit Hohen Decken, Kristalleuchtern und endlos erscheinenden Gängen. Screenshot_2013-10-10_21-12Screenshot_2013-10-10_21-13Screenshot_2013-10-10_21-17

Anstelle der Klinikkittel, elegante Garderoben mit strengen Schnitten. Und Sarah Paulson. Unglaublich. Während alle anderen Darsteller jedes Mal einen Wiedererkennungswert haben, sieht Sie jede Staffel völlig anders aus.

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Und was ebenfalls immer wieder ein Grund ist: Die Musik. In dieser Staffel Stevie Nicks und Jazz als Tonangebende Melodien.

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Und dann Jessica Lang. Oh mein Gott. Etwas anderes kann einem da schon nicht mehr einfallen:

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